Eine Art von Kuchen backen

Es ist wie beim Kuchenbacken. Man nehme als Zutaten eine gutgelaunte Salzstadtclantruppe, Werkzeuge, ein großes Gelände, zwei Tische mit Stühlen dran, Cola, Wasser, Bierchen, Kuchen, diverse Salate, einen großen Grill und mische alles. Heraus kommt einarbeitssamer und lustiger Nachmittag im Salzwinkel. Dazu ein blauer Himmel. Was braucht Mensch mehr! So macht sich unser Kreativ- und Freizeitverein ans Werk. Micha, dirigiert ein wenig und lässt den Chef raushängen. Fred in Arbeitskluft, als ob er die Welt montieren möchte, macht Arbeitsbesprechungen, untersucht einen beschädigten Lader, übt sich im Bogenschießen und findet endlich zu seiner Bestimmung, dem salzstadtclanbesten Grillmeister. Trixi und Dagmar können an dem Tag nicht dabei sein, liefern aber Kartoffelsalat, Handschuhe und diverse Dinge, die den Arbeitstag verschönern.

Lili und ihre Oma Sigrid kämpfen sich durch den Wildwuchs am Volleyballplatz und lichten ihn sichtbar. Den anfallenden Schnitt transportiert Leandra zum größten Insektenhotel Lettins.  Daran werkeln mit Fleiß und Energie Christian und sein Vater Thomas. Sie werden zum Zimmerservice oder besser zum Housekepper der zukünftigen Einwohner.  Sophie macht sich im Hause zu schaffen und vermisst gründlich alle Räume, danach übt sie noch ein wenig Bogenschießen. Schließlich will der Clan zu Festen vielleicht auch  so etwas anbieten. Sylvia kümmert sich um das leibliche Wohl, putzt Möbel, wäscht ab und nimmt an den Produktionsberatungen mit Fred teil. Wir wissen nicht, was beide bereden, aber letztlich stehen Sekt, Grapefruitbier und Gegrilltes zur Verfügung. Leandra steuert einen eigenen Kuchen bei, der, so betont sie, ohne Rezept gebacken wurde. So schmeckt er auch sehr lecker. Unsere Elisa stößt ein wenig später zu uns, mit Gurkenmischsalat, ein paar frischen Obstkuchen und macht sich ohne viel Federlesen gleich an die Arbeit, beim Insektenhotel, bei Strauchverschnitt, da ist sie nicht penibel, macht was nötig ist.

Die zweite Vorsitzende, Sandy, wuselt mit ihrem Lader durchs Gelände, beräumt diverse Erdhaufen, um sich dann den Freischneider zu schnappen und unseren Theaterplatz zu bearbeiten. Das Dingens schwingt sie gekonnt aus den Hüften. Lili versucht es später auch, hat sie vordem schon das Gelände mit dem Rasenmäher beackert.  Was der Chef der Truppe macht, ist nicht so genau zu identifizieren, er hat jede Menge dumme Sprüche auf Lager, filmt, und trägt mal eben hier und da ein paar Zweige durch die Gegend. Dann berät er sich mit der zweiten Chefin und kontrolliert die Arbeitsamen, den Kuchen und den Sekt. Das schafft zumindest eine breite Brust.

Doch es geschieht noch ein Wunder. Hinter einer zugenagelten Wand wird ein neuer Raum entdeckt. Michas Augen leuchten, sieht er doch hier ein Fotostudio um Fantasy- oder Mittelalterbilder entstehen zu lassen. Er wirkt dadurch viel jünger. Sandys Vater macht einen Abstecher zu uns und will in den nächsten Monaten die Räume verputzen und einiges im Flur werkeln. Nach Corona gibt es Lichtblicke, die unser Domizil dann noch in diesem Jahr vielleicht endlich einigermaßen fertig werden lassen. Bis dahin will der Verein weiter fleißig am und im Objekt gestalten. Der nächste Termin wird im Mai sein. Es war, wie viele am Abend in der Gruppe posten, ein wunderschöner Tag und jeder ist zufrieden, ob auf dem Sofa, vor dem Fernseher oder gar in kuscheliger Zweisamkeit, bei Freunden oder auch nur herumsitzend. Was will man mehr.